„Mit Familien- und Bildungsoffensive den Neustart wagen“

Die Corona-Krise hat die Spaltung in der Gesellschaft vergrößert. Das ist vor allem in der Familien- und Bildungspolitik deutlich zu sehen.

„Wir müssen Familien und ihre Kinder nicht nur konsequenter in den Vordergrund der Pandemiebekämpfung rücken. Wir brauchen für die Zeit nach Corona auch einen sozialen Neustart in der Familien- und Bildungspolitik“, so der  Solinger SPD-Landtagsabgeordnete Josef Neumann.

Als unmittelbare konkrete Maßnahmen fordert Neumann:

  1. Es muss sichergestellt werden, dass von den sozialen Trägern Ferienfreizeiten in den bevorstehenden Sommerferien angeboten werden. Dazu müssen alle BetreuerInnen geimpft werden.
  2. Solange Corona vorherrscht, müssen die Kita- und OGS-Beiträge erlassen werden.  Den finanziellen Ausfall muss das Land den Kommunen kompensieren.
  3. Insbesondere für Eltern mit behinderten Kindern muss in den regulären Einrichtungen ein Betreuungsangebot gewährleistet sein.

Neumann: „Gerade Kinder und Jugendliche sind die Leidtragenden der Pandemie und dadurch oft von Einsamkeit und Isolation betroffen. Wir müssen daher möglichst schnell mit geeigneten Öffnungsstrategien dafür Sorge tragen, dass die Bildungs- und Betreuungseinrichtungen wieder weitreichend ihren regulären Betrieb aufnehmen können.“

Aus diesem Grund beantragt die SPD-Fraktion am Donnerstag, 20.05., im Düsseldorfer Landtag eine umfassende Familien- und Bildungsoffensive.

Konkret sieht der Antrag unter anderem vor, kommunale Bildungslotsen einzuführen. Sie sollen den jungen Menschen und den Familien kontinuierlich zur Seite stehen. Die Idee ist, die bislang unterschiedlichen Angebote der individuellen Fördermaßnahmen in einer Person zu bündeln. „Bildungslotsen sind Unterstützerinnen und Unterstützer für Familien und begleiten vor allem Kinder und Jugendliche, die sich zu verlaufen drohen, durch ihren Bildungsweg“, erklärt Neumann den Vorstoß der SPD-Landtagsfraktion.

Außerdem sollen nach Vorstellung der Sozialdemokraten Grundschulen zu Familienzentren ausgebaut werden. Möglichst viele Förder- und Hilfsangebote sollen demnach unter einem Dach vereint und koordiniert werden.

Die SPD-Fraktion möchte des Weiteren frühzeitig mit den Vorbereitungen des Rechtsanspruchs auf den Ganztag beginnen. „Eine echte Ausbauoffensive für Betreuungsplätze und den Ganztag an Schulen ist notwendig, weil es derzeit noch nicht ausreichend OGS-Plätze gibt“, so Neumann abschließend.