SCIENCE MEETS INDUSTRY – Was steckt in der Bioökonomie?

Die aktuellen Herausforderungen des Klimawandels und des steigenden Ressourcenverbrauchs setzen einen Wandel der Wirtschaftsweise voraus mit dem Ziel eine nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende sowie CO2-arme Wirtschaft zu schaffen. Dabei sind Transformationen in eine biobasierte und nachhaltige Wirtschaft – eine Bioökonomie – von Politik und Gesellschaft gewünscht.

Ganz im Zeichen des Wandels und anlässlich des Wissenschaftsjahres 2020 „Bioökonomie“ führte das Exzellenzclusters CEPLAS in Kooperation mit BAYER eine Fachtagung durch, mit einer Mischung aus Impulsvorträgen, Diskussionsrunden und Science Slams unter dem Titel „Science meets Industry – was steckt in der Bioökonomie?“, in dem verschiedene VertreterInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik/Gesellschaft eingeladen waren. Darunter auch Dietmar Bell, der wissenschaftlich-politischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion NRW.

Nach einer anregenden Einführung von Prof. Ulrich Schurr, der allgemein einen regionalen und globalen Überblick der Bioökonomie in NRW in Wissenschaft und Wirtschaft lieferte, wendete man sich in anschließenden Diskussionsrunden dem Thema konkreter zu. Dietmar Bell diskutierte in der Podiumsrunde mit Dr. Viola Bronsema Geschäftsführerin BIO Deutschland e.V. und Prof. Rainer Kalscheuer Institut für Pharmazeutische Biologie und Biotechnologie HHU, über die Frage, wie rot die Bioökonomie ist und welche potentiellen neuen medizinischen Therapieformen NRW und Deutschland derzeit hat.

Dietmar Bell: „Angesichts des Klimawandels und endlicher fossiler Rohstoffe ist der Ansatz der Bioökonomie der richtige Weg, um einen nachhaltigen Wandel unserer bisherigen Form des Wirtschaftens zu unterstützen. Die Nutzung erneuerbarer biologischer Ressourcen auch für den Bereich der Pharma- und Chemieindustrie begrüße ich daher sehr. Umso mehr freut es mich, dass heute der BAYER-Konzern zu dieser Fachtagung geladen hatte. Die Politik ist ihrerseits gefordert, Anreizstrukturen und Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Bioökonomie weitreichend positiv flankieren, denn nachhaltiges Wirtschaften ist unabdingbare Voraussetzung für eine zukunftsorientierte gesellschaftliche Entwicklung.“