Bretter, die den Ruin bedeuten

Andreas Bialas prangert miserable Arbeitsbedingungen von Kulturschaffenden an

Hier zur Begrüßungsrede – Andreas Bialas auf dem Schauspielhaus-Vorplatz, Bochum (Video).
Andreas Bialas war am Sonntag mit über fünfhundert Demonstrierenden Teil einer Parade von Kulturschaffenden durch die Bochumer Innenstadt. Ihr Anliegen: Die zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen im Theater und von anderen Kulturschaffenden müssen dringend korrigiert werden.

Heute gilt mehr denn je: Nur Idealisten wagen sich ins Theater. Denn von Jobsicherheit, Gleichberechtigung oder gar Inklusion kann hier keine Rede sein: Unterbezahlung, Sexismus, (Selbst-)Ausbeutung, Ungerechtigkeit, Intransparenz und autoritäre Machtstrukturen seien hingegen an der Tagesordnung, so die Initiatoren vom ensemble-netzwerk.

Andreas Bialas MdL prangert diese Zustände mit deutlichen Worten an: „Wir sprechen hier über die Wahrung von Grundwerten in den Häusern, und das fernab jeder Ästhetik. Arbeitsbedingungen ohne jeden Schutz können nicht geduldet werden.  Unterstützung braucht unsere Kulturszene von den jeweiligen Städten, vom Land, das mit 30 Millionen Euro aus der Neuauflage des Theaterpakts in die Bresche springt und auch von der Bundespolitik, die ihre Zusagen nun erfüllen muss. Darüber hinaus brauchen wir hier eine Verstetigung und jährliche Anpassungen. Ohne die freie Kultur aus unserer Mitte stirbt auch unsere multikulturelle Vielseitigkeit.“ Gemeinsam mit Hauptredner Helge Lindh MdB forderte Bialas die versammelten Kulturschaffenden auf, nicht nachzulassen in ihren Mahnungen an die Politik.
Andreas Bialas im Interview mit DIREKT DRAN.TV (Video)