„Das enge Band zwischen Großbritannien und NRW muss erhalten bleiben.“

Angesichts des bevorstehenden Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union am morgigen Freitag, erklärt  Josef Neumann, der auch Mitglied der Brexit-Enquetekommission des Landtags ist:

„So bedauerlich der Brexit ist, so sehr ist es doch zu begrüßen, dass  durch den gestern auch im EU-Parlament verabschiedeten Vertrag ein Chaos-Brexit  verhindert werden kann. Die EU und Großbritannien müssen nun mit Hochdruck daran arbeiten, die Grundlagen für ihre künftige Partnerschaft zu vereinbaren.

Zwischen Großbritannien und NRW ist ein enges und vielfältiges Band geknüpft, dass durch den Brexit keinen Schaden nehmen darf.  Die besondere Beziehung zum Vereinigten Königreich kommt nicht zuletzt in den 140 Städtepartnerschaften allein in NRW zum Ausdruck, aber auch durch viele Kooperationsbeziehungen zwischen Schulen, Hochschulen und Kulturvereinen.

Ebenso die Wirtschaftsbeziehungen sind auf einem hohen Niveau. Großbritannien ist das drittwichtigste Exportland für NRW und viele britische Firmen investieren an bei uns. Auch das Bergische Städtedreieck wird unmittelbar und spürbar vom Brexit betroffen sein. Den zu erwartenden negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere starke Bergische Exportregion muss rechtzeitig entgegengesteuert werden.

Daher muss zügig geklärt werden, wie die zukünftigen Beziehungen zwischen dem Vereinigten Königreich und NRW gewinnbringend für die Menschen auch unter den neuen Rahmenbedingungen ausgestaltet werden können.“