„Neues Denken und mutiges Handeln nötig“

Debatte zur Versorgungsicherheit in Pandemiezeiten

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Im Rahmen einer von der SPD beantragten Aktuellen Stunde beschäftigte sich heute der Landtag angesichts der Corona-Krise mit der Versorgungsicherheit in NRW.

Im Hinblick auf die Situation in den Krankenhäusern droht der Mangel an Desinfektionsmitteln und Schutzbekleidung zu einem echten Problem zu werden, eine Situation, die in der Konsequenz bedrohliche Ausmaße für das gesamte Gesundheitssystem annehmen kann.

Die Gesundheitskrise dürfe nicht zu einer Vertrauenskrise führen, so der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Josef Neumann. „Die Beschäftigten verlieren das Vertrauen, wenn der Staat sie nicht mit Schutzausrüstung vor dem Virus schützt. Die Seniorenheime, die Behindertenhilfe, die ambulante und häusliche Pflege müssen auch mit Schutzkleidung versorgt werden“, so Neumann weiter.

Darüber hinaus forderte der Abgeordnete, dass die vielen osteuropäischen Pflegehelferinnen, die zum Teil in einer „Grauzone“ in den Familien arbeiten würden, eine Perspektive und einen anderen Rechtsstatus erhalten müssten. Gefordert sei über Corona hinaus, ein Systemwechsel im Gesundheitsbereich.

Neumann: „Das Gesundheitssystem darf nicht nur vom Markt und von der Ökonomie bestimmt werden“. Die NRW Krankenhausplanung bedürfe daher eines Moratoriums. Jetzt sei neues Denken und mutiges Handeln nötig, so der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion.