Hut ab! Zur „Woche des Respekts“ in Wuppertal und NRW

Dietmar Bell besucht Tagesstätte für chronisch psychisch kranke Menschen in Wuppertal

Gesellschaftlicher Zusammenhalt und ein respektvoller Umgang miteinander sind die Grundlage unseres Zusammenlebens. Achtung und Respekt scheinen aber in unserer Gesellschaft längst nicht mehr selbstverständlich – dafür sind diverse Shit-Storms im privaten, gesellschaftlichen und politischen Umfeld nur einige Beispiele. Gegen Hass und Gewalt möchten wir positive Zeichen setzen: Für ein friedliches Zusammenleben und für mehr Wertschätzung im Miteinander hat die Landesregierung vom 14. bis 18. November erstmalig die „Woche des Respekts“ ausgerufen.

Dietmar Bell besuchte aus diesem Anlass die Tagesstätte für chronisch psychisch kranke Menschen in der Plateniusstraße. Im Gespäch mit Einrichtungsleiterin Friederike Humbert und bei einem Rundgang durch das Haus verschaffte er sich einen Eindruck der dortigen Arbeit: Das Angebot umfasst unterschiedliche Bereiche wie Hauswirtschaft und Kochen, einen Second-Hand-Laden mit Café, Kreativ- oder Textilwerkstatt, Körperarbeit, Bewegung und Entspannung oder Gedächtnis- und Konzentrationstraining. Mit Stefan Müller, Regionalvorstand des RV Bergisch-Land, wurden aktuelle Entwicklungen, die Arbeit der Johanniter im RV Bergisch-Land allgemein und Ziele der Einrichtung im Speziellen erörtert: Im respektvollen und achtsamen Miteinander wird Isolation entgegengewirkt; Klinikaufenthalte sollen so möglichst vermieden und die Lebensqualität verbessert werden.

Dietmar Bell: „Es geht dieser Tage vielfach um Respekt: Als Wurzel demokratischer Politik wurde Respekt vor dem jeweils anderen nicht nur vielfach auf der großen Bühne der Weltpolitik beschworen, vermisst oder verweigert, Respekt ist auch jenseits der Politik ein ganz zentraler Wert unserer Alltagskultur: Wo ein respektvoller Umgang gepflegt wird, da können sich Menschen frei entfalten, da werden individuelle Unterschiede wertgeschätzt und positive Ergebnisse (die sich auch wirtschaftlich in Zahlen abbilden lassen) erst möglich gemacht. Wir müssen uns auf die essentielle Rolle besinnen, die der Respekt für unsere Gesellschaft spielt.“