„Inklusion ist ein Marathonlauf“

Videostream der Rede von Josef Neumann

Die Situation und die Perspektiven der Inklusion in NRW standen heute auf der Agenda des Landtags. Im Juli hatte die Landesregierung ihren Teilhabebericht veröffentlicht, der auf einer empirisch fundierten Grundlage eine Bestandsaufnahme der Fortschritte und Defizite der Inklusion in NRW präsentiert. Welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind und welche Handlungserfordernisse für die Zukunft sich daraus ergeben, war Gegenstand der Debatte. Für die SPD-Fraktion nahm Josef Neumann Stellung.

Neumann forderte die Landesregierung auf, ihre Anstrengungen im Bereich der Inklusion zu verstärken und den seinerzeit von der rot-grünen Vorgängerregierung vorgelegten Aktionsplan „NRW inklusiv“ weiterzuentwickeln. Der Teilhabebericht zeige viel Licht, aber eben auch viel Schatten. Etwa in den Bereichen Partizipation, Arbeitsmarktintegration und Bildung. So könne es etwa nicht sein, so Neumann, dass Inklusion an den Gymnasien in NRW kaum stattfinde. Der oberste Maßstab aller Bemühungen müsse die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention sein, da gelte es weitere Hürden, da wo es hakt, zu überspringen. Nun müsse man genau analysieren, wo die Defizite liegen und wie man mit weiteren Schritten die Lebenssituation der Menschen mit Behinderungen konkret verbessern könne.

Wichtig sei im weiteren Prozess, dass man die Betroffenen und deren Akteure und Verbände bei den zukünftigen Planungen einbinde. Hier gelte der Grundsatz „Nicht ohne uns, über uns!“ Machen Sie die Betroffenen zu Beteiligten, appellierte Neumann an die Landesregierung und kündigte konstruktive Beratungen an.