„Keinen Millimeter Toleranz für Antisemitismus“

SPD-Politiker besuchen Begegnungsstätte Alte Synagoge

Die „Begegnungsstätte Alte Synagoge“ erhielt heute Besuch aus dem Düsseldorfer Landtag. Die SPD-Vertreter im Hauptausschuss des Parlamentes, der sich mit grundsätzlichen Fragen, so u.a. auch mit der Stellung der Religionsgemeinschaften in NRW, beschäftigt, kamen auf Anregung von Dietmar Bell zum Gespräch mit der Leiterin, Frau Dr. Ulrike Schrader, in die Alte Synagoge.

Elisabeth Müller-Witt, Prof. Dr. Rainer Bovermann und Thomas Kutschaty, neuer Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, wurden über die Geschichte der Synagoge und ihre gegenwärtige Bedeutung als Begegnungsstätte informiert. Der Besuch kam nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der in jüngster Zeit sich häufenden antisemitischen Vorfälle zustande. So war auch ein Thema des im Anschluss an die Rundführung stattfindenden Gespräches die Notwendigkeit von Präventionsstrategien gegen Antisemitismus.

Die Politiker machten im Austausch mit Dr. Schrader deutlich, dass alle demokratischen Parteien mit Entschlossenheit gegen jedwede Form antisemitischer Hetze und Übergriffe sich positionieren. Als deutliches Zeichen hatte der Landtag denn auch vor kurzem die Einrichtung eines NRW-Antisemitismusbeauftragten beschlossen. Man kam darin überein, im Gespräch zu bleiben und Einrichtungen wie die Alte Synagoge als mahnende Erinnerungsstätten und Brückenbauer des Dialoges für Gegenwart und Zukunft zu unterstützen.

Bell: „Ich freue mich sehr, dass meine Kolleginnen und Kollegen aus dem Landtag sich die Zeit genommen haben, sich über die Lebendigkeit jüdischen Lebens, aber auch über aktuelle Erscheinungsformen und Hintergründe des Antisemitismus sowie notwendige Gegenstrategien auf historischem Grund der Alten Synagoge in Wuppertal auszutauschen. Es gilt, klare Zeichen gegen jegliche Spielart antisemitischer Ressentiments oder gar tätlicher Übergriffe auf Personen und Einrichtungen zu setzen. Da darf es keinen Millimeter Toleranz geben.“