„Klares Zeichen für mehr Arbeit, mehr Ausbildung, mehr Chancen.“

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Der gleichberechtigte Zugang von Menschen mit Behinderungen zum Arbeitsmarkt ist trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung vor der Corona-Krise immer noch suboptimal. Die Beschäftigungsquote von behinderten Menschen liegt weit unter der nichtbehinderter Menschen.

Durch die Corona-Pandemie wurde diese Situation noch verschärft. Dies war heute im Landtag Anlass, darüber zu diskutieren, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann. Im Rahmen eines interfraktionellen Entschließungsantrages debattierte man über Möglichkeiten und Perspektiven, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nachhaltig zu verbessern. Für die SPD-Fraktion ging Josef Neumann in die Debatte.

Neumann betonte, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in NRW ein gemeinsames parteiübergreifendes Anliegen sei. 12 Jahre nach der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention sind Menschen mit Behinderungen allerdings immer noch spürbar benachteiligt, was nicht zuletzt den Arbeitsmarkt betreffe. Obgleich NRW in den letzten Jahren sehr viele Anstrengungen unternommen habe, sei die gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben für behinderte Menschen noch lange keine Selbstverständlichkeit. Es gäbe noch viel zu tun, so Neumann. Dabei sei es notwendig, insbesondere die Interessensvertretungen von Menschen mit Behinderungen in den Fokus zu nehmen. Es müsse jedoch bei aller kritischen Würdigung unterstrichen werden, dass die Werkstätten für Behinderte eine hervorragende Chance für behinderte Menschen seien, am Arbeitsleben teilzunehmen. Allerdings müsse noch die Bereitschaft der ‚normalen‘ Wirtschaft gesteigert werden, Menschen mit Behinderungen eine Beschäftigungsperspektive zu bieten. Der vorgelegte Antrag setze dabei ein klares Zeichen, für mehr Arbeit, mehr Ausbildung und mehr Chancen für behinderte Menschen.