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Landesverband NRW des Zentralrats der Muslime in Wuppertal gegründet – Muslime haben eine Heimat in NRW

Der Wuppertaler Landtagsabgeordnete und inklusionspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Josef Neumann zählte zu den Ehrengästen der Gründung des Landesverbandes NRW des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Wuppertal hatte die Ehre und Freude, die Gründungsmitglieder zu diesem Festakt in der Abu-Bakr-Moschee (Wittensteinstraße) willkommen heißen zu dürfen. In seinem Grußwort, das Josef Neumann im Namen der SPD-Fraktion vortrug, begrüßte er diesen weiteren Schritt zu noch mehr Selbstverständlichkeit der Teilhabe von Muslimen am gesellschaftlichen Leben ausdrücklich und machte deutlich, dass auch Menschenrechte eine Heimat hätten und haben müssten – mitten unter uns, mitten in NRW, mitten im Herzen jeder Kommune.

Die Gründung der Landessektion NRW des Zentralrates der Muslime (ZDM) bezeuge genau diese gleichberechtigte Beheimatung von Menschen muslimischen Glaubens und des Islam insgesamt als einer der größten Glaubensgemeinschaften in Deutschland. Er erinnerte an das weit fortgeschrittene bundesweite Pionierprojekt eines Friedhofes in eigenständiger muslimischer Trägerschaft in Wuppertal, dem dank der Verabschiedung des neuen NRW-Bestattungsgesetzes in diesem Jahr nun rechtlich alle Türen offen stünden.
Diesen Friedhof wie auch die Gründung des NRW-Landesverbandes wertete er als klares Signal seitens der deutschen Muslime, Deutschland als ihre Heimat zu begreifen und dieser Entscheidung in aller Konsequenz Taten folgen zu lassen.

Neumann wies im Zuge seiner Ausführungen auf seine eigene deutsch-polnische Zuwanderungsgeschichte hin und rief den Versammelten die Geschichte der katholischen Polen im Ruhrgebiet als eines zunächst steinigen Weges von der Diskriminierung hin zur vollen Akzeptanz ins Gedächtnis.

Wenn der Zentralrat auch als religiöse wie als Integrationsorganisation sehr wichtige Arbeit im Sinne von Partizipation leiste, so sei ihm doch so viel Erfolg bei seiner Arbeit zu wünschen, dass er sich als Integrationsorganisation künftig selber überflüssig machen werde.
Dann nämlich könnte sich der ZDM NRW auf das konzentrieren, was den Gründern und allen Anwesenden am wichtigsten sei: Stimme der Menschen muslimischen Glaubens gleich welcher Herkunft in Nordrhein-Westfalen zu sein.
Angesichts oft unqualifizierter Diskurse über den Islam und islamophober Propaganda, wie sie beispielsweise von rechtspopulistischen und rechtsextremistischen Parteien in die Mitte der Gesellschaft getragen würden, verdiene dieses Recht auf Normalität im Reigen der Religionsgemeinschaften besonderen Wert.

Abschließend gratuliert Josef Neumann ganz herzlich Samir Bouaissa, dem Vorsitzenden des Interessenverbandes Wuppertaler Moscheen, zu seinem verantwortungsvollen Amt als neuem und zugleich ersten Vorsitzenden des Landesverbands NRW des Zentralrats der Muslime in Deutschland.

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