„NRW braucht Offensive für studentisches Wohnen“

Die SPD-Fraktion hatte heute zum Thema „Studentisches Wohnen“ zum Pressegespräch in den Landtag geladen.

In seinem kürzlich veröffentlichten Studentenwohnpreisindex hat das Institut der Deutschen Wirtschaft starke Mietpreisanstiege für studentisches Wohnen in Nordrhein-Westfalen ermittelt. So sind etwa in den großen Universitätsstädten die Mieten seit 2010 um 30% durchschnittlich gestiegen.

Zu den Ergebnissen der Studie äußerten sich Dietmar Bell, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und Volkan Baran, bau- und wohnungspolitischer Sprecher, gegenüber den Medienvertretern.

„Die vom IW vorgestellten Zahlen sind ein Weckruf für die schwarz-gelbe Landesregierung sich endlich für die Belange der Studierenden einzusetzen statt ideologische Scheindebatten um die Wiedereinführung von Studiengebühren zu führen. Die angespannte Wohnungsmarklage und steigende Wohnkosten stellen nicht nur finanziell eine immer größere Belastung für die Studierenden in NRW dar.

NRW braucht deshalb eine Offensive für studentisches Wohnen. Der von der Landesregierung vorgelegte Haushaltsentwurf für das Jahr 2019 macht allerdings nur wenig Hoffnung: Die Zuschüsse für die Studierendenwerke, die bezahlbaren Wohnraum für Studenten anbieten, werden wie schon im letzten Landeshaushalt nicht erhöht – und damit de facto gesenkt!

Die 12 Studierendenwerke hatten bereits mehrfach davor gewarnt, dass durch fehlende Sanierungsmittel Wohnheimplätze vom Markt genommen werden könnten. Mit Blick auf die steigenden Studierendenzahlen haben die Studentenwerke Pläne zum Neubau und zur Sanierung von studentischem Wohnraum vorgelegt. Diese Forderung unterstützen wir mit Nachdruck.

Der Investitionsbedarf beläuft sich nach Angaben der Studierendenwerke NRW aktuell auf knapp 570 Millionen Euro. Davon allein 350 Millionen für Sanierungen. Deshalb schlägt die SPD-Fraktion – nach Vorbild von „Gute Schule 2020“ – die Einrichtung eines Sonderprogramms für Studentisches Wohnen vor.“