Bialas: „Hinwendung zum Anderen ist nichts Lächerliches“

St. Martin Brauchtum wird vom Landtag unterstützt

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Ist das Plenum des Landtags in der Regel der Ort mehr oder minder heftiger politischer Debatten, stand heute neben anderen ein eher ungewöhnlicher, versöhnlicher Punkt auf der Tagesordnung des Landtags.

Die Fraktionen von CDU, FDP, Grünen und SPD hatten einen gemeinsamen Antrag eingebracht, der das Anliegen der rheinischen St.-Martins-Vereine zur Aufnahme des St.-Martin-Brauchtums auf die UNESCO-Liste immaterieller Kulturgüter unterstützt.

Andreas Bialas, kulturpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, schlug einen Bogen von der historischen Figur des St. Martins in die Gegenwart. „Die Frage nach der Handlungsweise von St. Martin und seine Motivation sind aktueller denn je. (…) Wem reichen wir heute die Hälfte unseres Mantels? Wen wollen wir wärmen? Wen erfrieren lassen?“, so Bialas.

Die SPD-Fraktion unterstütze gerne den Antrag zur Aufnahme auf die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes, zolle man damit doch auch Jenen Aufmerksamkeit und Wertschätzung, die sich auch heute noch für diese durch St. Martin symbolisierte Tradition des Teilens und der Barmherzigkeit einsetzen.