„Wir fordern Wahrheit und Klarheit von BAYER“

War Anfang der Woche von Seiten der BAYER-Konzernleitung noch von 350 Arbeitsplätzen die Rede, die bis 2025 am Standort Wuppertal abgebaut werden, erhöhte sich heute die Zahl um 400 auf insgesamt 750 Stellen, die in Wuppertal wegfallen sollen. Dies wurde heute auf einer Betriebsversammlung verkündet. Diese zusätzlichen Arbeitsplatzverluste resultieren aus dem beabsichtigten Abbau der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen bei BAYER.

„Damit droht Wuppertal ein überdurchschnittlicher Stellenabbau von 20% der Belegschaft. Das ist ein harter Einschnitt. Wir fordern von BAYER Klarheit und Ehrlichkeit und ein Ende der Salami-Taktik. Wir werden uns mit aller Kraft für den Wuppertaler Standort einsetzen und stehen an der Seite der Belegschaft. Auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann ist gefordert, sich für die Interessen der BAYER-Beschäftigten einzusetzen“, so Josef Neumann,  arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der SPD- Fraktion im Landtag.

„Das die Forschungskapazitäten im BAYER-Werk Wuppertal so drastisch runtergefahren werden, schädigt den Standort nachhaltig. Forschung und Entwicklung im Pharmabereich waren immer eng verknüpft mit dem hiesigen Standort. Wir hoffen doch sehr, dass BAYER seine jetzt bekannt gewordenen Entscheidungen nochmals überdenkt. Denn was einmal an forschungsrelevanten Strukturen betriebsintern abgebaut wird, lässt sich nicht ohne weiteres wieder reaktivieren. Auch Andreas Pinkwart, Wirtschafts- und Innovationsminister, muss  das Gespräch mit BAYER suchen  und die Interessen der NRW-Standorte vertreten.“, so Dietmar Bell, wissenschaftspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion.